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"Die Katze ist das einzige vierbeinige Tier, das dem Menschen eingeredet hat, er müsse es erhalten, es brauche aber dafür nichts zu tun."
Kurt Tucholsky
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Genetik:
Die besondere Vererbung
Bei den Tonkanesen gibt es eine Besonderheit, was die Fellfarbe und einige andere Merkmale betrifft. Diese vererben sich nicht auf dominante oder rezessive Weise, sondern intermediär, d.h. die Merkmale vermischen sich zumindest bei den Tieren, welche die Tonkanesen-Zeichnung aufweisen. Denn die Erbanlagen der Siam prägen das Aussehen genau so stark wie die der Burma. Diese Form der Vererbung hat die Besonderheit, der beim dominant – rezessiven Erbgang nicht auftritt. Ist es bei den meisten Katzenrassen möglich, bereits in der fünften Generation die Rasse rein herauszuzüchten (herauszumendeln) und nur noch Kätzchen zur Welt zu bringen, welche sowohl äußerlich als auch genetisch dieselben Rassemerkmale tragen.
Beim intermediären Erbgang gibt es immer einen bestimmten Prozentsatz von burma - und siamfarbigen Jungtieren. Diese Aufspaltung bezieht sich jedoch nur auf den Farbtyp, die Kätzchen sind alles Tonkanesen.
Darum gibt es Tonkanesen in drei verschiedenen Farbausprägungen der Points:
Points in MINK = Tonkanesenausprägung
Points in SOLID = Ausprägung im Burmatyp
Points in POINTED = Ausprägung im Siamtyp
Die Farbvielfalt erstreckt sich über die Vollfarben brown, blue, chocolate, lilac, red, cream, caramel und aprikot, der Tortie, Tabby und Tortie-Tabby-Varianten, sowie der zuvor bezeichneten Points-Ausprägung auf 78 Farbvarianten.
Da Tonkanesen meistens hell geboren werden, ist es anfangs oft schwierig zu bestimmen, welchem Farbtyp die Katzenbabys entsprechen. Die endgültige Fell- und Augenfarbe ist oft erst mit Vollendung des 2. Lebensjahres fertig entwickelt.
Der amerikanische Typ der Tonkanesen ist schwerer und rundlicher, ausgehend vom US-Typ der Burma-Katze. Der englische Tonkanesentyp ist schlanker und mit stärkerer Anlehnung an den Siamtyp erlaubt.
Der Name „Tonkanese“
Zur Zeit des Dr. Thompson wurde die Tonkanese „Goldene Siamese“ genannt. Der heutige Name „Tonkanese“ soll die Verwandtschaft mit den Siamesen und Burmesen ausdrücken, indem er sich vom Golf von Tonkin ableitet, der zwischen beiden Ländern liegt.
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